Die neuesten Berichte zeigen, dass die US-Futures und die europäischen Aktien am 17. Oktober zurückgingen, nachdem die Aktien regionaler US-Banken am 16. Oktober einen Rückgang verzeichneten.
Analysen zeigen, dass der aktuelle Bankenzusammenbruch ähnliche Ereignisse widerspiegelt, die im März 2023 stattfanden, was darauf hindeutet, dass das Vertrauen in das regionale Bankensystem noch nicht wiederhergestellt wurde.
Es wird erwartet, dass sich das Interesse der Anleger auf andere Anlagen, einschließlich Bitcoin, verlagert.
US-Futures und europäische Aktien im Minus
Frühere Berichte von MarketScreener zeigten, dass die US-Futures für den S&P 500 um 1,4 % gefallen sind und die Futures für den Dow Jones Industrial Average um 1,1 % nachgaben.
In Europa fiel der Stoxx Europe 600 am frühen Morgen um 1,4 %, und auch andere europäische Aktien lagen im Minus.
Auch die asiatischen Märkte gaben nach: Der japanische Nikkei-225-Index verlor 1 %, und der Hang Seng in Hongkong fiel um 2,5 %.
Der Marktrückgang erfolgt vor dem Hintergrund von Befürchtungen über Kreditbetrug bei regionalen US-Banken.
Aktien regionaler Banken fielen am 16. Oktober
Am 16. Oktober sanken die Aktien regionaler US-Banken, nachdem zwei Institute Probleme mit faulen und betrügerischen Krediten offenlegten, was laut Berichten des Guardian an der Wall Street erhebliche Sorgen über den Zustand der Kreditmärkte auslöste:
- Zions Bancorp meldete eine Abschreibung von 50 Millionen USD für zwei notleidende Kredite seiner Tochtergesellschaft California Bank & Trust in San Diego.
- Western Alliance gab ebenfalls bekannt, mit einem betrügerischen Kreditnehmer zu tun zu haben.
Bis zum Nachmittag desselben Tages war die Zions-Aktie um über 11 % gefallen, und die von Western Alliance verlor 10 %.
Heute liegt die Zions-Aktie weiterhin über 13 % im Minus, während die Aktie der Western Alliance fast 11 % verloren hat.

The Guardian berichtete, dass die regionale Bankenbranche unter verstärkter Beobachtung steht, nachdem First Brands, ein Autozulieferer, Ende September aufgrund von Gläubigerbedenken Insolvenz nach Chapter 11 anmeldete und dabei Verbindlichkeiten zwischen 10 Milliarden USD und 50 Milliarden USD gegenüber Vermögenswerten von 1 Milliarde USD bis 10 Milliarden USD offenlegte.
Die Gläubiger des Unternehmens reichten eine Eilantragsstellung ein und erklärten, dass 2,3 Milliarden USD an Vermögenswerten des Unternehmens verschwunden seien. Nach Prüfungen wiesen einige Experten darauf hin, dass der Konkurs Schwächen im System aufzeige, die Schattenbankgeschäfte begünstigt hätten.
Der Vorstandsvorsitzende von JP Morgan, Jamie Dimon, äußerte sich diese Woche zu den Problemen und sagte, dass es wahrscheinlich noch weitere ähnliche Schwierigkeiten im System gebe.
Erinnerung an den Zusammenbruch der Regionalbank-Aktien im März 2023
Die Analysten des Kobeissi Letter teilten heute Informationen über den Zusammenbruch der Aktien regionaler Banken im März 2023, als die Krise damals angeblich „eingedämmt“ wurde – die aktuellen Entwicklungen zeigen jedoch, dass sich in Wirklichkeit nichts geändert hat.
Das Team stellte fest, dass Banken, die übermäßige Risiken eingegangen waren, entweder von der US-Regierung gestützt oder von JPMorgan übernommen wurden. Nun wissen regionale Bankunternehmen, dass die Regierung im Falle eines Zusammenbruchs die Einlagen absichern wird.
Der Rückgang der Aktien von Zions und Western Alliance spiegelt das Ereignis von März 2023 wider und zeigt, dass regionale Banken wahrscheinlich gerettet werden, selbst wenn der Zusammenbruch auf schlechtes Management zurückzuführen ist.
Das Team von The Kobeissi Letter betonte, dass die Ereignisse dieser Woche zeigen, dass sich seit 2023 nichts geändert hat und das Vertrauen in das regionale Bankensystem nie wiederhergestellt wurde.
Erwartete Verschiebung des Anlegerinteresses
Positiv ist, dass die KI-Revolution von diesen Ereignissen voraussichtlich nicht betroffen sein wird.
Angesichts der Entwicklungen an den traditionellen Märkten wird erwartet, dass sich die Aufmerksamkeit der Anleger anderen Investitionen wie Bitcoin und Gold zuwendet.
Gold erreichte am 17. Oktober ein neues Allzeithoch von rund 4.335 USD, und trotz der Marktvolatilität wird erwartet, dass Bitcoin seinen Aufwärtstrend bald fortsetzt.
