Trumps erneuter Handelskrieg führte zu einer Unterbrechung des jüngsten Aufwärtstrends am Kryptomarkt, wodurch Bitcoin unter 90.000 $ fiel.
Am 20. Januar, dem Tag, der ein Jahr seit Trumps Amtseinführung als neuer Präsident der USA markiert, liegt der allgemeine Kryptomarkt über 3 % im Minus, mit einer Marktkapitalisierung von 3,04 Billionen $.
Trumps Handelskrieg ist zurück
Vor Kurzem kündigte Trump neue Zölle auf die EU an und bestätigte damit seine strategische Hauptpriorität, Grönland zu erwerben. Seine Pläne beinhalten einen neuen 10 %-Zoll auf Dänemark, Norwegen, Schweden, Frankreich, Deutschland, das Vereinigte Königreich, die Niederlande und Finnland ab dem 1. Februar.
Diese Zölle sollen am 1. Juni um 25 % steigen und Berichten zufolge erst aufgehoben werden, wenn eine Einigung über Grönland erzielt wurde. Trump sagte, diese Vereinbarung müsse „ein vollständiger und umfassender Kauf von Grönland“ sein.
Der „Kobeissi Letter“ analysierte den Handelskrieg des vergangenen Jahres und stellte fest, dass die Zölle zurückkehren, wenn die Märkte steigen und es am wenigsten erwarten.
Das jüngste und bemerkenswerteste Ereignis ereignete sich am 10. Oktober, als Trump mit einem 100‑Dollar‑Zoll auf China ab dem 1. November drohte. Dieses Datum markierte den letzten bedeutenden Einbruch am Kryptomarkt, als Bitcoin stark fiel, begleitet von enormen Krypto-Liquidationen in Höhe von über 19 Milliarden $.
Diese Schritte sind Teil eines Zoll‑Playbooks, und Trump nutzt diese Drohungen als Verhandlungstaktik. Im Oktober endeten die Zollandrohungen mit einem Handelsabkommen mit China.
Trump äußerte die EU‑Zolldrohungen am Samstag, dem 17. Januar, im Vorfeld eines US‑Feiertags am 19. Januar, dem Martin Luther King Jr.‑Tag. Die Terminmärkte waren gestern geschlossen, und die Marktreaktion kam heute, am 20. Januar.
Wichtige Schlüsselpunkte zu Trumps Zoll-Playbook
Der „Kobeissi Letter“ hob wichtige Punkte zu diesem Zoll‑Playbook hervor und betonte, dass Trump eine kryptische Nachricht poste, die bevorstehende Zölle während oder vor dem Wochenende ankündigt, wodurch die Märkte erst nach einem Spannungsaufbau und einem psychologischen Effekt reagieren.
Sie beschreiben auch die Stimmung unter den Händlern in der Woche nach der Zollankündigung, bis zu einer möglichen Einigung zwischen Trump und den führenden Vertretern der betroffenen Länder.
In der Regel wird innerhalb von zwei bis vier Wochen ein Handelsabkommen angekündigt, und die Märkte setzen ihren Aufwärtstrend fort und erreichen ein neues Allzeithoch.
Das Endziel bleibt stets dasselbe – Trump will ein Abkommen erreichen, und solche Zölle treten tatsächlich nie in Kraft.
EU‑Führer reagieren auf Trump beim WEF‑Treffen
Während des Weltwirtschaftsforums in Davos kritisierte der französische Präsident Macron Trumps Zollmaßnahmen, die im Zusammenhang mit der geplanten US‑Übernahme Grönlands stehen, und sagte laut The Guardian, dass der US‑Präsident Europa schwächen und unterordnen wolle.
Unterdessen betonte Ursula von der Leyen, dass die EU und die USA bereits im Juli 2025 ein Handelsabkommen geschlossen hätten.
Die Kryptomärkte erleben derzeit während dieser Phase des Handelskriegs eine Phase erhöhter Volatilität, werden sich jedoch hoffentlich erholen, sobald sie vorbei ist.
Bitcoin‑Kursentwicklung
Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels wird BTC über 90.000 $ gehandelt, nachdem er kurzzeitig unter diese Marke gefallen war. BTC ist in den vergangenen 25 Stunden um 3 % gesunken, nachdem er am 19. Januar über 95.000 $ gehandelt wurde.

Vor der jüngsten Volatilität befand sich BTC in einem Aufwärtstrend und erreichte am 14. Januar Kurse von über 97.000 $, was Hoffnungen auf ein neues Allzeithoch auslöste.
Bitcoin‑Adoption wächst weiter
Wir gehen jedoch davon aus, dass sich Bitcoin erholen wird – angesichts der zunehmenden globalen Akzeptanz, des institutionellen Interesses und bedeutender Käufe durch BTC‑zentrierte Unternehmen.
Am 20. Januar kündigte Michael Saylor an, dass Strategy über 2,1 Milliarden $ in BTC erworben habe, womit sich die Gesamtbestände auf 709.715 BTC mit einem aktuellen Wert von über 64 Milliarden $ erhöhen.
Trotz der Marktschwankungen sollte die Branche angesichts der starken weltweiten Bitcoin‑ und Krypto-Adoption optimistisch bleiben.
