JPMorgan Chase & Co. bereitet sich darauf vor, institutionellen Kunden bis Ende des Jahres zu ermöglichen, Bitcoin (BTC) und Ether (ETH) als Sicherheiten für Kredite zu verwenden – ein bedeutender Schritt in der wachsenden Akzeptanz digitaler Vermögenswerte an der Wall Street.
Das neue Programm wird weltweit betrieben und stützt sich auf einen Drittverwahrer, der die verpfändeten Krypto-Assets schützt, so Personen, die mit der Angelegenheit vertraut sind.
Es baut auf JPMorgans früherer Initiative auf, börsengehandelte Fonds (ETFs) mit Krypto-Bezug als Kreditsicherheiten zu akzeptieren. Die Bank selbst lehnte es ab, zu diesem Schritt Stellung zu nehmen.
Ein Meilenstein für die Krypto-Akzeptanz an der Wall Street
Diese Entwicklung zeigt, wie digitale Vermögenswerte zunehmend mit dem globalen Finanzsystem verflochten werden. Da der Bitcoin Anfang dieses Monats ein neues Allzeithoch von 126.251 US-Dollar erreichte und die Trump-Regierung regulatorische Hürden senkte, integrieren große US-Banken Kryptowährungen nun direkter in ihre Kernaktivitäten.
Für JPMorgan markiert dies einen symbolischen Wandel von Skepsis zu aktiver Beteiligung. CEO Jamie Dimon, einst bekannt dafür, Bitcoin als „übertriebenen Betrug“ und „Haustierstein“ zu bezeichnen, hat seinen Ton inzwischen gemildert. Auf der Investorenkonferenz des Unternehmens im Mai bemerkte Dimon:
„Ich denke nicht, dass wir rauchen sollten, aber ich verteidige Ihr Recht zu rauchen. Ich verteidige Ihr Recht, Bitcoin zu kaufen – nur zu.“
Der breitere Trend der Krypto-Integration
JPMorgans Schritt folgt ähnlichen Initiativen anderer Finanzriesen. Morgan Stanley plant, Kunden auf seiner E*Trade-Plattform ab 2026 den Zugang zu führenden Kryptowährungen zu ermöglichen. Unterdessen haben State Street, BNY Mellon und Fidelity ihr Engagement in der Krypto-Verwahrung und verwandten Dienstleistungen ausgeweitet.
Kürzliche regulatorische Anpassungen haben es außerdem Unternehmen wie BlackRock ermöglicht, Bitcoin von Anlegern anzunehmen und ihn gegen ETF-Anteile einzutauschen, die den Vermögenswert abbilden – was Bitcoins Rolle in der traditionellen Finanzwelt weiter festigt.
JPMorgan hatte erstmals 2022 Krypto-besicherte Kredite untersucht, das Vorhaben jedoch aufgrund regulatorischer Unsicherheiten auf Eis gelegt. Jetzt, da die Kundennachfrage steigt und die weltweiten Vorschriften – insbesondere in der Europäischen Union, Singapur und den Vereinigten Arabischen Emiraten – gereift sind, nimmt das Projekt wieder Fahrt auf.
Die neuen Allzeithochs von Bitcoin und der stetige Zufluss in Bitcoin-ETFs haben den Wandel der Wall Street hin zu krypto-besicherten Finanzprodukten zusätzlich beschleunigt.

