Am 25. September veröffentlichte Deribit die Bitcoin- und Ethereum-Optionsverfallsdaten in einem volatilen Kryptomarkt. Dies ist einer der größten Quartalsendverfälle in diesem Jahr.
Der Gesamtmarkt ist heute um 2,7 % gefallen und unter eine Marktkapitalisierung von 4 Billionen US-Dollar gerutscht. Dennoch gibt es viele Gründe, optimistisch in das vierte Quartal 2025 zu blicken.
Details zum Krypto-Optionsverfall bei Deribit
Deribit kündigte an, dass am 26. September um 08:00 Uhr (UTC) BTC- und ETH-Optionen im Wert von über 22 Milliarden US-Dollar verfallen werden.
17,06 Milliarden US-Dollar an BTC-Optionen werden mit einem Put/Call-Verhältnis von 0,76 und einem Max Pain Point von 110.000 US-Dollar fällig. Außerdem verfallen 5,02 Milliarden US-Dollar an ETH-Optionen mit einem Put/Call-Verhältnis von 0,8 und einem Max Pain Point von 3.800 US-Dollar.
Es bleibt abzuwarten, wie der Markt morgen reagieren wird – insbesondere nach der heutigen Volatilität, die durch mehrere Faktoren ausgelöst wurde, darunter Krypto-Liquidationen und geopolitische Spannungen zwischen Russland, den USA und anderen.
Kursbewegungen von Bitcoin und Ethereum am 25. September
Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels wird BTC über 111.000 US-Dollar gehandelt und ist in den letzten 24 Stunden um mehr als 2 % gefallen. Zuvor konnte sich BTC jedoch von einem Tagestief bei 110.000 US-Dollar erholen.

Trotz der Marktvolatilität bleibt das institutionelle Interesse an Bitcoin bestehen. Laut SoSoValue-Daten verzeichneten die in den USA aufgelegten BTC-ETFs am 24. September Zuflüsse in Höhe von 241 Millionen US-Dollar, nachdem es an den beiden Vortagen zu Abflüssen gekommen war.

Bemerkenswert ist auch, dass die BTC-Volatilität laut Daten von Bitbo.io in den letzten sechs Monaten deutlich zurückgegangen ist, was auf eine stabilere Zukunft des digitalen Assets hindeutet – trotz anderer Markt- und globaler Bedingungen.

Deribit wies vor wenigen Tagen ebenfalls darauf hin, dass die BTC-Volatilität stark zurückgeht. Man betonte, dass es spannend wurde, als wir zuletzt ein solches Muster gesehen haben, und verwies dabei auf Daten von Amberdata.
ETH wird derzeit über 3.900 US-Dollar gehandelt, was einem Rückgang von fast 5 % in den letzten 24 Stunden entspricht. Damit entwickelte sich ETH schwächer als BTC.

Bemerkenswert ist außerdem, dass die US-ETH-ETFs am 24. September ihren dritten Tag in Folge Abflüsse verzeichneten – über 79 Millionen US-Dollar, was auf ein nachlassendes institutionelles Interesse hindeutet.

Am 25. September fiel ETH unter 4.000 US-Dollar, was Krypto-Liquidationen auslöste. Über 240 Millionen US-Dollar an ETH-Long- und Short-Positionen wurden liquidiert. Insgesamt beliefen sich die 24-Stunden-Krypto-Liquidationen auf über 614 Millionen US-Dollar – davon mehr als 546 Millionen in Longs und über 68 Millionen in Shorts, wie CoinGlass-Daten zeigen.
Warum Optimismus für das 4. Quartal gerechtfertigt ist
Trotz der jüngsten Volatilität gegen Ende September gibt es für den Kryptomarkt weiterhin Gründe für Optimismus.
Weitere Zinssenkungen in Aussicht
Die nächste FOMC-Sitzung, die für den 29. Oktober angesetzt ist, dürfte laut CME Group Probability Tracker eine weitere Zinssenkung bringen. Am 25. September lag die Wahrscheinlichkeit für eine Zinssenkung im kommenden Monat bei 85,5 %, was bullische Bewegungen am Markt auslösen könnte.
Q4 ist historisch bullisch für BTC
Auch historisch gesehen ist der Oktober ein starker Monat für Bitcoin. Seit 2013 war der Oktober in zehn Jahren ein bullischer Monat für BTC, wie CoinGlass zeigt.

Bislang ist BTC im September ebenfalls um über 3 % gestiegen, was bedeutet, dass der Monat 2025 im Plus enden könnte.
Krypto-freundliche Politik in den USA und darüber hinaus
Darüber hinaus hat die US-Regierung unter der aktuellen Administration ein krypto-freundlicheres Rahmenwerk entwickelt, was ebenfalls eine positive Zukunft für BTC und den Gesamtmarkt ebnen dürfte.
Zudem arbeiten europäische Banken daran, bis 2026 einen MiCA-konformen Euro-Stablecoin auf den Markt zu bringen – ein Schritt, der zeigt, wie stark die traditionelle Finanzwelt in Europa die Kryptoindustrie zunehmend integriert.

